"Kunst im Innenhof"

Ewige Sonne strahlt im "Kunsthof" der Johannes-Hartung-Realschule. Eindrucksvolles Kunstwerk entstand in harmonischer Gemeinschaftsarbeit.

Miltenberg. Schulleiterin Gisela Pelikan war am frühen Mittwochnachmittag genau so begeistert vom neuen Kunstwerk im Innenhof der Johannes-Hartung-Realschule wie die Schülerinnen und Schüler und die Eltern, als sie den Hof mit Blick auf die weiteren Kunstobjekte im Umfeld kurzerhand in „Kunsthof“ umtaufte. Unterstützt von der Kunsterzieherin der Schule, Cornelia Albert, haben an gerade mal vier Tagen elf Mädchen und zwei Jungen aus den fünften bis neunten Klassen der Realschule unter der fachkundigen und phantasievollen Leitung von Christiane Leuner das beeindruckende, farbenfrohe Zehn-Quadratmeter-Bild an die Wand gezaubert: Mit Gelb-, Grün- und Blautönen, die sehr sensibel Farben aus der Umgebung aufnehmen, haben sie an einem Nachmittag nach einer Einführung durch die Kursleiterin ihre Entwürfe mit Pastellfarben auf Papier gemalt, aus denen dann mit wetterfesten Betonfarben an drei Vormittagen das großformatige Werk von 2,50 Meter Breite und einer Höhe von knapp 4 Metern komponiert wurde.

Dass Christiane Leuner, künstlerische Leiterin des „Kunstnetz“, zum Abschluss selbst „letzte Hand“ anlegte, schmälert die Arbeit der Kinder und Jugendlichen überhaupt nicht – im Gegenteil. Die Kraft, die Farbintensität und die verblüffende Tiefe des Bildes wurden zu Recht von der Schulleiterin hoch gelobt, genauso wie die kreative Teamarbeit der zehn- bis vierzehnjährigen Künstlerinnen und Künstler, denen bei der Vernissage Freude und Stolz über diese Leistung genau so anzusehen waren wie ihren Eltern und den anwesenden Lehrern.

Wie gut die Teamarbeit funktionierte, lobte auch die Kursleiterin Leuner ausdrücklich. Für sie war das ein ganz besonderes Projekt, war sie doch selbst Schülerin an der Miltenberger Realschule gewesen. Sie zeichnete den Weg von den Einzelentwürfen der Akteure bis zum fertigen Gesamtbild kurz nach, hob die Mitarbeit der Kunsterzieherin Cornelia Albert hervor und bedankte sich bei den vielen Unterstützern, ohne die das Projekt in so kurzer Zeit nicht möglich gewesen wäre: beim Kreis als Sachaufwandsträger, beim Hausmeister und der Schulleitung für die Rückendeckung, vor allem aber bei den Mädchen und Jungen, die genau so viel Kreativität und Phantasie bewiesen hätten wie technisches Geschick und eine perfekte Zusammenarbeit.

Dann hatten die kleinen Künstler das Wort und machten klar, wie viel Freude ihnen die gemeinsame Arbeit gemacht hatte. „Den Spaß beim Malen sieht man hoffentlich!“ sagte die vierzehnjährige Lara, „Es ist was Schönes rausgekommen!“ stellte der zwölfjährige Lucas unter dem Beifall der Zuhörer fest.

„Nun strahlt die Sonne im Innenhof auch bei schlechtem Wetter!“ formulierte Christiane Leuner und Gisela Pelikan hatte als Schulleiterin das letzte Wort: „An der Schule muss man sich wohlfühlen, um gute Leistungen bringen zu können – dieses Bild ist dafür ein wichtiger Baustein!“ Wieder einmal hat das „Kunstnetz“ mit der Unterstützung des Projekts seine Bedeutung im „Kunst- und Kulturlandkreis“ nachgewiesen.
 

Innenhof: Mit spürbarem Stolz stehen die Mädchen und Jungen aus den fünften bis neunten Klassen vor ihrem Gemeinschaftswerk, das „ewigen Sonnenschein“ in den Innenhof der Realschule zaubert. Links die Kunsterzieherin der Schule, Cornelia Albert, rechts die Kursleiterin Christiane Leuner, unter deren Leitung das Bild an vier Tagen entstand.